Kapitel 18 : Helden & Heldentaten

Helden

Erinnere dich der Inschrift für
300 heldenhafte Spartaner
auf den Hügeln der Thermopylen,
die dort kämpften gegen eine persische Übermacht:
„Oh Fremder, verkünde den Spartanern,
dass wir hier liegen, von deren Worten überzeugt“.
Auch Schiller erinnert uns:
 „Wanderer kommst du nach Sparta, verkündige dorten,
du habest uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl“.

Erinnere dich sodann,
der Helden aus einer ferner Zeit.
Einsam und verloren stehen sie da,
in Bronze gegossen auf ihren Sockeln,
an Markt und Straßen aller Orten.

Die Patina blüht, der Anlass oft vergessen.
Doch wer Held ist und wer nicht
den bestimmt die Geschichte.
Denn der Hero sei uns vorbestimmt.

Erinnere dich der Protagonisten des Trojanischen Krieges,
den Heldentod starben sie,
vom Fährmann über den Fluss geleitet.
Wohlbekannt sind die Sagen uns bis heute,
und auch, daß überlebende Helden selten sind.
Auch die Jungfrau, die von Orléans, so viele Taten sie
vollbracht, weiß, wovon wir reden und auch schreiben.

Nur im Film der Superheld,
mit Superkräften trotzt er aller Heldengefahr,
weiß die Menschheit immerzu zu retten,
 jetzt und immerdar,
in unserer schönen bunten Welt.

Erinnere dich, dass im Buch der Geschichte
steht geschrieben
ein Held habe über den gemeinen Stand
der Menschen sich zu erheben.

Ob Sagenheld, stiller Held, Götterheld,
Titelheld auch Antiheld,
gerne sind sie uns willkommen,
denn wir sollen sie als Vorbild sehen,
deshalb sie auf dem Sockel stehen.

Der Ruhm, Dank tapferer Taten
sei ihnen gegönnt, das ist gewiss,
auch weil die, die wir jetzt auf Erden stehen,
ohne Heldentaten noch am Leben sind.
Unsere Familien danken es uns,
mit vielen Generationen
weit hinein ins hundertste Glied.

September 2021

PS: In diesem Sinne mach ich jetzt Schluss,
meine Heldentat noch warten muss.

Aus dem unveröffentlichten Band: „Lyrik vom Lande“
© Copyright beim Autor Horst H. Kibbel, Schöneck/Hess.

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