Kapitel 14 : auf Reisen

Reisen bildet

Man hänge die Robe
an die Garderobe,
setze einen Fuß vor den andern
das nennt sich wandern.

Man sagt :
Allen Müllern dieser Welt
sei Wandern eine große Lust,
Ob’s allen wohl gefällt
das sei dahingestellt.
Vielleicht ist’s eher ein ganz großer Frust,
wer weiß das schon ?

Fahren hingegen mit Bahn, Flugzeug oder Schiff
gibt dem Reisen erst den letzten Schliff
denn, ohne groß Tara
ist man an Ort und Stelle ,
in Asia, Amerika, Australia, Afrika
(Achtung: am Anfang und Ende mit dem a,)
wo er sich bilden kann und auch erholen

Wer fehlt denn da ?
Die Dame namens Europa :

Sie war, wie wir wissen, von Zeus bedrängt,
-soviel kann man heute sagen-
und auf dem Stier durch die Welt getragen.
was sie heut noch kränkt
denn sie konnte durchaus alleine gehen
Ich glaub, der Zeus der hat es nicht gesehen

Danach hat Zeus vom Himmel droben
die Dame Europa , zu einem Erdteil erhoben
um sie ewig zu sehen und von Ferne zu lieben.
So geht’s uns auch, kommen wir zurück
von unseren Reisen, schwärmen wir von Glück
und all den guten Dingen die wir taten
auch wenn wir wissen
manches muss noch lange warten.

So bildet Reisen allemal ,
und ist mir eine erste Wahl,
statt liegend in den Kissen.

Oktober 2020

Aus dem unveröffentlichten Band: „Lyrik vom Lande“
© Copyright beim Autor Horst H. Kibbel, Schöneck/Hess.

Comments are closed.